Europa ist wieder „hot“

Lange Zeit galten europäische Aktien und Märkte als zu krisenanfällig – siehe Griechenland, Spanien,
Portugal, Irland oder Italien – und zu wenig dynamisch, um in größerem Stil dort zu investieren.
Verglichen mit den US-amerikanischen waren die europäischen Unternehmensgewinne in den letzten
Jahren nicht sehr attraktiv für internationale Anleger.
Doch spätestens seit der Wahl Emmanuel Macrons in Frankreich richten die Investoren ihren Fokus
wieder vermehrt auf das Potenzial der „Alten Welt“ – auch angesichts der ungewissen Aussichten in
den USA, wo die widersprüchlichen Ankündigungen nach wie vor keinen konkreten
wirtschaftspolitischen Kurs erkennen lassen. Schon die Wahl in den Niederlanden, bei denen die
moderaten Kräfte gestärkt wurden, sorgte für einen Schub. Der europäische Aktienindex EuroStoxx 50
hat den US-Index S&P 500 seitdem hinter sich gelassen, ein Trend, der sich nach dem Sieg Macrons im
ersten Wahlgang noch beschleunigte. Neben der politischen Stabilisierung lockt Anleger aber auch die
erfreuliche Entwicklung der Unternehmensgewinne nach Europa, während in den USA mit einer
schwächeren Gewinndynamik gerechnet wird.

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